College of Wooster Megaupdate

by Yussi Pick

getting started

Was fuer ein entzueckendes kleines Staedtchen. Ich bin Samstagabend angekommen und wurde von meiner Prof abgeholt. Gemeinsam mit Marcela, meiner Spanisch TA Kollegin aus Argentinien und ihrer Prof Riki waren wir in so einem Ami-Mexikaner, der Essen macht, wie sich der/die durchschnittliche OhioieanerIn (dieses Wort existiert nicht) Mexikanisch vorstellt. Dafuer kommt man nur mit dem Auto hin.

Mein zweiter Tag war da schon aufregender: Check-In, C.O.W. machen (Card of Wooster), Auspacken, ich hab einen Spaziergang gemacht und am Abend war ich zu meiner Professorin Beth Muellner zum Essen eingeladen. Zu Corn (zu Deutsch: Kukuruz), Fried Chicken and Mashed Potatoe (ausm Packl – ganz wie daheim). Also war ich da mit den beiden Familien der Profs (je zwei Kinder, 2, 4, 6 und 8) in diesem kleinen amerikanischen Häuschen mit unserem leckeren amerikanischen Essen. Und dann kommt der Englisch Prof vorbei und holt sein Kind ab, das mit dem 8jährigen befreundet ist und dann wird über die Garage des Nachbarn geredet und über den Zaun des anderen. Es ist wie ein kleines Dorf. Also es IST ein kleines Dorf und jeder kennt jeden. Was das ganze Charmant macht: Es sind keine Bauern, von denen wir hier sprechen, sondern CollegeprofessorInnen. Es ist ein akademisches Dorf.

Das Staedtchen

Das Staetchen ist wirklich charmant. Die Haeuschen recht alt, viel Platz, viel gruen und tatsaechlich erkennt man, wenn man aus einer Ortschaft rausfaehrt, dann hoeren naemlich die Haeuser auf und der Wald und die Felder fangen an. Ein sehr europaisches Konzept also.

Campus

Im Norden der Stadt ist also der Campus. Das einzige, was blöd ist, ist dass auf den großen Straßen (auf der Karte) Autos fahren. Ein geschlossener Campus wäre charmanter, finde ich. Am Campus gibt es alles. Wichtig sind Luce und Lowry. Luce ist mein Dorm. Innerhalb des Dorms gibt es Suiten. Ich bin in Suite B. Das heißt, ich teile meine beiden Klos und meine beiden Duschen und mein Wohnzimmer mit 4 anderen Menschen. Einen davon kenne ich schon. Er heißt Clint und spielt in der Marchingband. Als ob das nicht schon genug wäre trägt die Marchingband ob der Schottischen Tradition des Kolleges….erraten. Mein German House besteht also aus zwei Suiten. Einer Männer- und einer Frauensuite. Lowry ist das Studierendenzentrum. Buchgeschäft, Mensa, Starbucksverschnitt, Lobby, Internetstationen, Studierendenorganisationen, alles gibts da (Im Buchgeschäft kann man sich übrigens jeden vorstellbaren Gegenstand mit Woosteremblem kaufen – wui, ich werde viel Geld dort lassen). Dann gibts noch Kauke, wo die meisten Büros sind und die Klassenzimmer.

COW

Meine Card of Wooster treibt mich in den Wahnsinn. Sie kann mir die Tür aufsperren (eine zeitlang aber nur meine Zimmertür und nicht die Tür zum Dorm). Ich kann mit ihr bezahlen (Die Getränke im Automat im Keller, nicht aber die Waschmaschine im Keller). Ich kann mit ihr ausdrucken* (Dazu brauch ich aber Guthaben, das ich noch nicht habe. Das ist nämlich anderes Guthaben als das Getränke/Waschmaschinenguthaben). Ich kann mit ihr kopieren (Musste ich noch nicht – daher keine Probleme). Ich bekomme mit ihr Essen (Würde ich. Tatsächlich pfeift die alte Lady mit dem Schlauch in der Nase mich immer zurück und ich zeige ihr dann meine temporäre Sommerkarte und die schluckt der Computer dann – ich möchte Betonung auf das temporär legen.

* Ich kann von jedem Computer am Campus überall ausdrucken. Sobald ich zum gewünschten Drucker gehe und meine Card einscanne, druckt der Drucker das zu Druckende.Eigentlich großartig. Wenn nicht…

Orientation
Heute war Orientation. Das heißt ich war heute in einer Gruppe mit 10 aufgeregten 18jährigen Erstsemestern unterwegs. Dabei war ein österreichisches Diplomatentöchterl, das mir den letzten Nerv geraubt hat. Die Orientation hat wiedermal aus vielen sinnlosen und wenigen sinnvollen Sessions bestanden. Und aus einer Stunde Formulare ausfüllen.

Familie
Teil der Orientierung war auch das Kennenlernen meiner Gastfamilie. Klassischerweise wiederum mit zwei Kindern, ist sie Highschoolprof (ab morgen, Dienstag – wieder seit 8 Jahren) für Französisch und geborene Wienerin. Sie sind äußerst nett, haben mir Hilfe angeboten und wir treffen einander mal nächste Woche, wenn ich ein bisschen eingesessen bin und sie mit ihrer Schule auch.

Der Wochenplan

Morgen: Drogentest, sinnlose Sesssion, Health Check, Social Security Number Application, Prezdinner, New Fresh/wo/men arrive.
Ab Mittwoch: General Orientation for all Fresh/wo/men…keine Ahnung was da so passieren wird.
Ab Freitag: kommt der Rest.
Am Montag beginnen die Klassen.

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